"Buddhismus wird oft als besonders tolerant und inklusiv dargestellt. Diese Aussage basiert jedoch weniger auf empirischen Untersuchungen zur Situation 'on the ground', sondern wird häufig in Abgrenzung zu den vermeintlich intoleranteren monotheistischen Religionen geäußert. Der Vortrag wird das Thema Homophobie und Buddhismus am Beispiel der Situation in Taiwan diskutieren. Taiwan, dessen Kultur und religiöse Landschaft stark buddhistisch geprägt sind, hat 2019 als erstes Land in Asien die Ehe für alle eingeführt."
Referent ist Dr. Jens Reinke. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Dozent am Sinologischen Institut der Universität Leipzig. Der Vortrag fand am 21.6.2020 statt.